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Ein dreiphasiges 12-kWp-Komplettset mit Hochvoltspeicher für 6.189 Euro klingt nach einem Preis, bei dem irgendwo gespart wurde. Dieser Deye SUN-12K-SG01HP3 Test schaut deshalb genau dorthin: auf die 24 AIKO-Glas-Glas-Module, auf den dreiphasigen Hybrid-Wechselrichter mit Notstromausgang und auf den stapelbaren GB-L-Pro-Speicher, den du zwischen 8 und 24 Kilowattstunden frei wählst.

Das Set richtet sich an Einfamilienhäuser mit dreiphasigem Hausanschluss, bei denen Wärmepumpe oder Wallbox schon stehen oder geplant sind. Interessant ist es, weil Deye in dieser Leistungsklasse deutlich günstiger liegt als Fronius, Sungrow oder Huawei – und weil der Speicher in 4,09-kWh-Schritten erweiterbar bleibt.

Wie dieser Test entstanden ist: Es gibt keinen Laboraufbau und keine eigenen Messungen. Grundlage sind die Datenblätter von Deye und AIKO, das Deye-Installationshandbuch, Marktpreise aus Preisvergleichen sowie dokumentierte Praxisberichte aus Betreiberforen. Jede Rechnung legen wir mit Rechenweg offen. Erfundene Testnoten oder Kundenstimmen findest du hier nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Konfiguration: 24× AIKO Neostar 2S+ 500 W Full Black (12 kWp), Deye SUN-12K-SG01HP3-EU-DM2, Hochvoltspeicher GB-L Pro von 8,18 bis 24,56 kWh wählbar, 100 m Solarkabel und sechs Steckersätze.
  • Preis: 3.259 Euro ohne Speicher, 6.189 Euro mit 12,27 kWh, 8.549 Euro mit 24,56 kWh – jeweils ohne Unterkonstruktion und mit 0 Prozent Umsatzsteuer.
  • Stärke: eigener Load-Ausgang für Notstrom mit 1,5-facher Nennleistung für 10 Sekunden, ohne zusätzliche Backup-Box.
  • Schwäche: nur ein String je MPP-Tracker, 5 Jahre Garantie auf den Wechselrichter und kein Preisvorteil gegenüber den Einzelteilen desselben Shops.
  • Amortisation: 3,1 Jahre auf das Material, 5,1 bis 6,3 Jahre schlüsselfertig – gerechnet mit 5.500 kWh Verbrauch und 37,0 ct/kWh.

Für wen dieses 12-kWp-Set passt

Zwölf Kilowatt-Peak sind heute die typische Größe für ein Einfamilienhaus, das nicht nur Licht und Kühlschrank versorgt. Sinnvoll wird das Set ab etwa 4.500 kWh Jahresverbrauch, richtig passend ab 5.500 bis 8.000 kWh – also sobald Wärmepumpe, Klimaanlage oder ein Elektroauto dazukommen. Voraussetzung ist ein dreiphasiger Hausanschluss und eine Dachfläche von rund 54 Quadratmetern für die 24 Module, wie sie das 12-kWp-Komplettset mit Deye SUN-12K-SG01HP3 mitbringt.

Unter 4.000 kWh Verbrauch fährst du mit einem kleineren Set besser: Der Mittagsüberschuss wandert dann überwiegend ins Netz, und 7,53 ct/kWh rechtfertigen keine zusätzlichen Module. Über 10.000 kWh lohnt direkt das 15-kWp-Set mit dem SUN-15K.

Was geliefert wird – und was fehlt

Im Set stecken die 24 Module, der Wechselrichter, 100 Meter Solarkabel H1Z2Z2-K mit 6 mm², sechs Steckersätze und der Speicher in der gewählten Größe. Alles kommt gemeinsam per Spedition – bei 24 Modulen mit je 26,5 Kilogramm und einem 136 Kilogramm schweren Speicherstapel ist das der eigentliche Komfortgewinn.

Nicht enthalten sind Unterkonstruktion, AC-Leitung, Zählerschrank-Umbau und Montagematerial. Das Montagesystem Schrägdach lässt sich als Variante dazubuchen und kostet 1.080 Euro für 24 Module, also 45 Euro je Modul. Die Speichergröße wählst du in der Variantenauswahl des Sets.

Aufbau und Technik des Deye SUN-12K-SG01HP3-EU-DM2

Der Wechselrichter leistet 12.000 W dauerhaft und 13.200 VA Scheinleistung an 230/400 V. Deye gibt 97,6 Prozent Spitzen- und 97,0 Prozent europäischen Wirkungsgrad an – gute, aber keine Spitzenwerte; Fronius und Sungrow liegen in dieser Klasse bei 98,0 bis 98,5 Prozent. Dafür wiegt die DM2-Generation nur 24 Kilogramm bei 376 × 470 × 244,5 mm und bleibt mit höchstens 45 dB leise.

Die Batterieseite arbeitet zwischen 160 und 700 Volt und lädt oder entlädt mit maximal 37 Ampere. Hier liegt ein Fehler auf der Produktseite: Dort stehen 50 Ampere, das ist der Grenzwert des Speichers, nicht des Wechselrichters. IP65, −40 bis +60 °C Betriebsbereich mit Leistungsreduktion ab 45 °C und Zertifizierung nach VDE-AR-N 4105 und EN 50549 sind für den deutschen Netzanschluss vollständig.

Stringplanung: 24 Module auf zwei MPP-Tracker

Hier lohnt der Blick ins Datenblatt, denn die Produktseite nennt „2 MPP-Tracker (2+2 Strings)“. Tatsächlich hat der Wechselrichter zwei Tracker mit je einem String. Zwei Dachausrichtungen lassen sich damit trennen, vier Teilflächen nicht.

Die Rechnung für 12 Module je String geht sauber auf: 12 × 45,02 V Leerlaufspannung sind 540 V bei Standardbedingungen, bei −10 °C steigen sie auf etwa 582 V und bleiben damit deutlich unter den zulässigen 1.000 V. Im Arbeitspunkt liegen 12 × 37,90 V = 455 V, mitten im MPP-Fenster von 150 bis 850 V. Der Strangstrom von 13,21 A bleibt unter der Eingangsgrenze von 18 A. Das Set ist elektrisch also korrekt zusammengestellt.

Der Hochvoltspeicher GB-L Pro im Detail

Der Speicher besteht aus 4,09-kWh-LiFePO₄-Modulen, die ohne Verbindungskabel aufeinander gestapelt werden, dazu Sockel und Steuerbox GB-LBS Base Pro. Zwei bis sechs Module ergeben 8,18 bis 24,56 kWh nominal. Entscheidend ist die nutzbare Kapazität bei 90 Prozent Entladetiefe: 7,36 / 11,04 / 14,72 / 18,40 / 22,10 kWh. Die Variantennamen im Shop runden auf 8, 12, 16, 20 und 24 kWh ab – die echten Werte liegen also leicht darüber.

Deye nennt mindestens 6.000 Zyklen bei 25 °C bis 70 Prozent Restkapazität, zehn Jahre Garantie, IP65 und Laden bis −20 °C. Zertifiziert ist der Stapel nach IEC 62619, VDE 2510-50, UL 1973, UL 9540A und UN 38.3; die Grundfläche beträgt 540 × 385 mm, die Höhe wächst von 650 auf 1.530 mm.

Ladeleistung: warum die Stapelhöhe mitentscheidet

Die 37 Ampere des Wechselrichters sind ein Stromgrenzwert, keine Leistungsangabe – und das hat Folgen. Bei drei Modulen liegt die Batterie bei 307 Volt Nennspannung, 37 A ergeben rund 11,4 kW Ladeleistung. Bei nur zwei Modulen sind es 205 Volt und damit nur noch 7,6 kW.

Mit dem kleinsten Speicher kann die Anlage ihre eigene Mittagsspitze von 12 kW also nicht vollständig in die Batterie schieben – nicht weil der Speicher zu klein ist, sondern weil die Spannung zu niedrig ist. Ab drei Modulen verschwindet dieser Engpass.

Notstrom: was der Load-Ausgang leistet

Der Wechselrichter hat laut Handbuch eigene Klemmenblöcke für Grid, GEN und Load. Der Notstromkreis hängt am Load-Ausgang und braucht keine externe Backup-Box – ein echter Vorteil gegenüber Huawei, wo die SmartGuard-Box mit 726 Euro extra zu Buche schlägt, oder Fronius, wo ein Backup Switch nötig ist. Im Inselbetrieb liefert das Gerät kurzzeitig die 1,5-fache Nennleistung für 10 Sekunden, also rund 18 kW Anlaufreserve.

Eine Einschränkung nennt Deye selbst: Die Backup-Funktion ist im deutschen Markt optional, die Notstromseite kann leer bleiben. Eine Umschaltzeit steht im Handbuch nicht; Händler nennen unter 4 Millisekunden, belegt ist dieser Wert nicht. Wer Notstrom für Heizung oder Server braucht, sollte ihn vorab bestätigt bekommen.

Leistung im Alltag: Ertrag und Einsparung gerechnet

Wir rechnen mit 12,0 kWp und 950 kWh je kWp Jahresertrag, also 11.400 kWh. Die Spanne reicht standortabhängig von 10.200 bis 12.600 kWh. Der Haushalt verbraucht 5.500 kWh, die Autarkie liegt ohne Speicher bei 30 Prozent und mit 12,27 kWh bei etwa 75 Prozent.

Direkt genutzt werden 1.650 kWh. Über den Speicher kommen 2.475 kWh hinzu; bei 90 Prozent Wirkungsgrad auf dem Lade- und Entladeweg müssen dafür 2.750 kWh eingespeichert werden. Eigenverbrauch gesamt: 4.125 kWh × 37,0 ct = 1.526 Euro. Ins Netz gehen 11.400 − 1.650 − 2.750 = 7.000 kWh × 7,53 ct = 527 Euro. Der Mischsatz von 7,53 ct ergibt sich aus 7,70 ct bis 10 kWp und 6,66 ct für die darüberliegenden 2 kWp.

Jahresnutzen: 2.053 Euro. Ohne Speicher sind es 1.345 Euro – der Speicher bringt also rund 708 Euro pro Jahr.

Installation und Anmeldung

Der Wechselrichter braucht laut Handbuch 50 cm Abstand zu allen Seiten und 100 cm nach vorn, eine senkrechte nicht brennbare Wand und vier Dübel mit 62 bis 70 mm Bohrtiefe; bei 24 kg ist das Aufhängen eine Zwei-Personen-Aufgabe. Der Speicherstapel steht auf dem Boden und wiegt bei drei Modulen 136 kg – der Untergrund muss das tragen.

Anmeldung und Parametrierung gehören in die Hände einer Elektrofachkraft. Die Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet und binnen eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister registriert werden – Speicher inklusive. Bei 12 kWp greift die 60-Prozent-Einspeisegrenze für Neuanlagen, bis Smart Meter und Steuerbox verbaut sind. Sie begrenzt die Einspeisung, nicht die Erzeugung: Der Speicher lädt genau in diesen Mittagsstunden, Verluste entstehen erst, wenn er voll ist.

Kompatibilität, Messung und App

Zur Eigenverbrauchsregelung nutzt der Wechselrichter drei beiliegende CT-Stromwandler, je einen pro Phase. Für Nulleinspeisung reicht das. Wer genauer messen will, ergänzt über RS485 einen dreiphasigen Modbus-Zähler; Deye führt CHNT DTSU666 und Eastron SDM630 als auswählbare Optionen.

Die Überwachung läuft über die Deye-Cloud mit dem beiliegenden WLAN-Stick. Aus Betreiberforen ist ein Verhalten dokumentiert, das man kennen sollte: Bei Nulleinspeisung mit abgeschaltetem Solar-Sell-Modus und voller Batterie berichteten mehrere Nutzer der Vorgängergeneration AM2 ein hartes Abschalten von Batterie und Wechselrichter, das einen Neustart am Gerät erforderte. Eine bestätigte Ursache gibt es in den Threads nicht.

Deye SUN-12K-SG01HP3 Test im Vergleich mit drei Alternativen

Alle vier Sets stammen aus dem eigenen Sortiment, die Preise gelten jeweils ohne Montagesystem.

Set Dieses Set Anker SOLIX X1 Deye Niedervolt Sungrow
Modulleistung 12,0 kWp (24× 500 W) 12,12 kWp (25× 485 W) 12,24 kWp (24× 510 W) 16,08 kWp (24× 670 W)
Wechselrichter Deye SUN-12K-SG01HP3 Anker X1-H12K-T Deye SUN-12K-SG05LP3 Sungrow SH15T
Speicher 12,27 kWh Hochvolt 10 kWh Hochvolt 16 kWh Niedervolt 15 kWh SBH150
Preis 6.189 € 6.424 € 5.399 € 10.499 €
Preis je kWp 516 € 530 € 441 € 653 €
Speicher erweiterbar auf 24,56 kWh auf 30 kWh fest auf 25 kWh
Garantie Wechselrichter 5 Jahre 10 Jahre 5 Jahre 10 Jahre

Das Niedervolt-Set ist günstiger und bringt mehr Kilowattstunden – dafür ist der Speicher fest und arbeitet mit höheren Strömen. Das Anker-Set kostet 235 Euro mehr bei 2,27 kWh weniger Speicher, bietet aber die doppelte Wechselrichtergarantie; das Sungrow-Set ist die Premiumklasse mit Aufschlag.

Preis-Leistung und Amortisation

Rechnen wir das Set gegen seine Einzelteile im selben Shop: 24 Module zum 15er-Staffelpreis von 89,90 Euro sind 2.157,60 Euro, der Wechselrichter einzeln kostet 976 Euro – zusammen 3.133,60 Euro. Das Set ohne Speicher liegt bei 3.259 Euro, also 125 Euro darüber, und dafür bekommst du 100 Meter Solarkabel und sechs Steckersätze. Fair, aber kein Mengenrabatt.

Beim Speicher ist die Rechnung noch eindeutiger: Base Pro für 566 Euro plus drei GB-L-Pro-Module à 787 Euro ergeben 2.927 Euro – der Aufpreis im Set beträgt 2.930 Euro. Der Setpreis ist also exakt die Teilesumme. Je Kilowattstunde sinkt der Preis von 262 Euro beim kleinsten auf 215 Euro beim größten Stapel; jedes zusätzliche Modul kostet nur 193 Euro je kWh. Die großen Varianten sind damit das bessere Geschäft.

Zur Amortisation: Set mit 12,27 kWh plus 179 Euro Speditionsversand sind 6.368 Euro, geteilt durch 2.053 Euro Jahresnutzen ergibt 3,1 Jahre. Mit Unterkonstruktion (1.080 Euro) sind es 3,6 Jahre. Realistisch kommen 3.000 bis 5.500 Euro für Montage und Elektroinstallation hinzu – schlüsselfertig landet man bei 5,1 bis 6,3 Jahren. Die Variante ohne Speicher amortisiert sich mit 2,5 Jahren schneller; der Speicher allein braucht 3,9 Jahre.

Marktseitig steht der Shop gemischt da: Der Wechselrichter kostet im Preisvergleich als DM2 mindestens 1.310 Euro, hier 976 Euro – klar günstiger. Das Speichermodul verkauft solarscouts für 748,99 Euro gegenüber 787 Euro hier; ein vergleichbares Bündel aus Wechselrichter und 24,56 kWh liegt dort bei 6.016,78 Euro, hier bei 6.266 Euro.

Technische Daten im Überblick

Komponente Daten
Wechselrichter Deye SUN-12K-SG01HP3-EU-DM2, dreiphasig
AC-Leistung 12.000 W, max. 13.200 VA, 230/400 V, 3L+N+PE
Max. Modulleistung 15,6 kWp laut Shop, 19,2 kWp laut Deye (DM2)
MPP-Tracker 2, je 1 String, 150–850 V, Start 180 V, max. 1.000 V
Eingangsstrom 18 A + 18 A, Kurzschlussstrom 27 A + 27 A
Wirkungsgrad 97,6 % max., 97,0 % europäisch
Batterieanschluss 160–700 V, max. 37 A laden und entladen
Notstrom Load-Ausgang, 1,5× Nennleistung für 10 s
Maße, Gewicht 376 × 470 × 244,5 mm, 24 kg, IP65, ≤ 45 dB
Speicher GB-L Pro, 4,09-kWh-Module, 8,18–24,56 kWh
Nutzbar (90 % DoD) 7,36 / 11,04 / 14,72 / 18,40 / 22,10 kWh
Zyklen, Garantie ≥ 6.000 Zyklen bis 70 %, 10 Jahre
Speichermaße 540 × 385 mm Grundfläche, 650–1.530 mm hoch, 97–253 kg
Solarmodul AIKO A500-MAH60Db, 500 Wp, 22,6 %
Modulwerte Voc 45,02 V, Vmp 37,90 V, Isc 14,05 A, Imp 13,21 A
Modulmaße 1.954 × 1.134 × 30 mm, 26,5 kg, Glas-Glas 2,0 + 2,0 mm
Modulgarantie 25 Jahre Produkt, 30 Jahre Leistung (88,85 %)
Normen VDE-AR-N 4105, EN 50549, IEC 62109-1/-2, IEC 61215/61730

Pro und Contra

Dafür: Notstrom ohne Zusatzbox über den eigenen Load-Ausgang mit 18 kW Anlaufreserve. Speicher in 4,09-kWh-Schritten bis 24,56 kWh erweiterbar, mit sinkendem Preis je Kilowattstunde. Saubere Auslegung mit 1,0er DC/AC-Verhältnis und Luft für sieben weitere Module. Der Wechselrichter ist günstiger als im Preisvergleich, die Module bringen 25 Jahre Produktgarantie mit.

Dagegen: Nur zwei Strings – bei vier Teilflächen brauchst du Optimierer oder einen anderen Wechselrichter. 5 Jahre Garantie auf den Wechselrichter sind das Minimum der Klasse, Anker und Sungrow geben 10. Der Wirkungsgrad liegt knapp unter dem der Premiummarken, der Service läuft über Händler statt über eine Herstellerorganisation. Gegenüber den Einzelteilen gibt es keinen Preisvorteil, und die Umschaltzeit im Notstromfall ist nicht belegt.

Fazit

Für Einfamilienhäuser mit dreiphasigem Anschluss, 5.000 bis 8.000 kWh Verbrauch und dem Wunsch nach Notstrom ist dieses Set eine der wirtschaftlichsten Lösungen im Sortiment. 516 Euro je Kilowatt-Peak inklusive 12,27 kWh Hochvoltspeicher unterbietet die Premiumklasse um gut ein Fünftel, und der Load-Ausgang spart die Backup-Box, die bei Huawei und Fronius extra kostet.

Wähle mindestens drei Speichermodule – nicht wegen der Kapazität, sondern wegen der Ladeleistung. Wer vier Dachflächen bestücken will oder zehn Jahre Herstellergarantie auf die Elektronik braucht, ist beim Anker- oder Sungrow-Set besser aufgehoben. Für alle anderen gilt: Das 12-kWp-Komplettset mit Deye SUN-12K-SG01HP3 und wählbarem Hochvoltspeicher findest du hier.

Alle PV-Komplettsets im Überblick, dazu die Auswahl an PV-Batteriespeichern und Wechselrichtern. Wie sich die Deye-Reihe insgesamt sortiert, steht im Deye-Sortimentsratgeber; das direkte Gegenstück findest du im Anker-SOLIX-X1-Test und im Sungrow-SH10T-Komplettset-Test. Technische Angaben nach Deye-Datenblatt.

Deye SUN-12K-SG01HP3-EU-DM2 Hybrid-Wechselrichter des 12-kWp-PV-Komplettsets im Test

Häufige Fragen zum Deye SUN-12K-SG01HP3 und zum 12-kWp-Set

Für wie viele Module ist der Deye SUN-12K-SG01HP3 ausgelegt?

Der Shop nennt 15,6 kWp, Deye führt für die neuere DM2-Generation 19,2 kWp. Die 24 Module ergeben 12 kWp und damit ein DC/AC-Verhältnis von 1,0 – es bleibt Luft für sieben weitere Module am selben Wechselrichter.

Wie viel Strom speichert der GB-L-Pro-Stapel wirklich?

Ein Modul hat 4,09 kWh, der Stapel also 8,18 bis 24,56 kWh. Nutzbar sind davon 90 Prozent: 7,36 kWh beim kleinsten und 22,10 kWh beim größten Aufbau. Die Variantennamen im Shop runden auf 8, 12, 16, 20 und 24 kWh ab.

Brauche ich für Notstrom eine zusätzliche Backup-Box?

Nein. Der Wechselrichter hat einen eigenen Load-Ausgang, anders als Fronius oder Huawei. Du brauchst aber einen separaten Leitungsschutzschalter und eine Elektrofachkraft, die den Notstromkreis vom übrigen Hausnetz trennt.

Ist ein Smart Meter im Set enthalten?

Drei CT-Stromwandler liegen laut Deye-Handbuch dem Wechselrichter bei und reichen für Eigenverbrauchsregelung und Nulleinspeisung. Ein dreiphasiger Modbus-Zähler ist optional; Deye nennt CHNT DTSU666 und Eastron SDM630. Im Set ist kein Zähler enthalten.

Wie schnell lädt der Speicher den Mittagsüberschuss?

Der Wechselrichter begrenzt auf 37 A Ladestrom. Bei drei Modulen und 307 V Batteriespannung sind das rund 11,4 kW, bei nur zwei Modulen und 205 V dagegen nur 7,6 kW. Kleine Stapel können die volle PV-Spitze also nicht aufnehmen.

Lohnt sich die Variante ohne Speicher?

Rechnerisch ja: Sie amortisiert sich in unserer Beispielrechnung nach 2,5 Jahren, die Variante mit 12,27 kWh erst nach 3,1 Jahren. Der Speicher bringt aber Autarkie und Notstrom – zwei Dinge, die keine Amortisationsrechnung abbildet.

Wie lange gilt die Garantie auf Wechselrichter und Speicher?

Deye gibt auf den Wechselrichter 5 Jahre, länderabhängig bis 10 Jahre erweiterbar. Der GB-L-Pro-Speicher hat 10 Jahre oder das Zyklenlimit, je nachdem was früher eintritt. Die AIKO-Module haben 25 Jahre Produkt- und 30 Jahre Leistungsgarantie.

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